Warten auf die Angst

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Warten auf die Angst

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Diese Angst in uns. Leise und kaum wahrnehmbar bewegt sie sich unter der Oberfläche des täglichen Seins. In seinen Erzählungen schildert der mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnete türkische Schriftsteller Oğuz Atay dieses Gefühl, diesen Zustand und hält dabei immer die fragile Balance zwischen den Extremen.


Aus dem Türkischen von Recai Hallaç
Deutsche Erstausgabe
224 Seiten
15,90 Euro [D]
ISBN 978-3943562002
Originaltitel: Korkuyu Beklerken
Umschlaggestaltung: Josephine Rank

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Art.-Nr.: 978-3-943562-00-2. Kategorie: . Stichwort: .

Der 1973 in der Türkei veröffentlichte Erzählband „Warten auf die Angst“ von Atay erscheint in deutscher Erstausgabe. Die Erzählung „Beyaz Mantolu Adam“ („Der Mann mit dem weißen Damenmantel“) wurde 1999 für das Kino verfilmt.

Pressestimmen

Im Bezug auf die Anzahl der Hassobjekte seiner Alter Egos könnte man Atay mit Thomas Bernhard messen, an seinen klaustrophobischen Halluzinationen und seinem „Brief an meinen Vater“ gemessen, könnte er als türkischer Kafka gelten.
Frankfurter Rundschau, Astrid Kaminski

Überhaupt verschwimmt die Grenze zwischen Genialität und Wahnsinn doch häufig, ohne dass man es merkt, wenn man betroffen ist. Es ist schön, dass ein Literat den Mut und die Worte findet, um diese Zustände festzuhalten. Und es ist ein Genuss diese Worte zu lesen.
Migazin, Rukiye Cankıran

Auszug

“Dann registrierte ich neben der Vase auch die Gegenstände, meine Umgebung; das heißt, mein Nachdenken war beendet. (Um ständig zu spüren, dass man am Leben war, tat es immer gut, sich bestimmter solider Maßstäbe zu bedienen.) Und dann sah ich auf einmal den Umschlag. Weil er das einzige fremde Ding inmitten der vertrauten Gegenstände im Flur war, bemerkte ich ihn sofort: Er war auf dem Regal. Die Vase gehörte dorthin, weil die Zimmerschlüssel in sie hineingelegt wurden, auch das Feuerzeug, das ich seit Monaten nicht benutzen konnte, weil der Feuerstein verbraucht war, befand sich an dem Fleck, wo ich es hingelegt hatte; ein Buch, das ich auf die Toilette mitnahm, die Statue, die nicht ins Wohnzimmer gehörte, weil sie zerbrochen war, der Aschenbecher, ein Neujahrsgeschenk der Bank, auf der ich mein Konto mit eintausendzweihundert Lira hatte (ich legte meine Zigarette nur dort ab, während ich meine Schuhe anzog) – alles war dort, wo es hingehörte. Das heißt, dieser unbeschriftete Umschlag war neu. (Dieses »das heißt« war für mich immer beruhigend.) Aber ich stellte dort normalerweise keine Umschläge ab. Denn ich hatte keine Umschläge zu Hause. Denn ich schrieb niemandem einen Brief. Denn niemand schrieb mir einen Brief. Ich erschrak. Denn ich war irgendwo angekommen, wo ich nicht mehr »das heißt« sagen konnte.”

Leseprobe

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