Höllenblume (E-Book)

9,99 €

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Höllenblume (E-Book)

9,99 €

von Alper Canıgüz

Nachdem der kleine Satansbraten in »Söhne und siechende Seelen« die Herzen der Leser im Sturm erobert hat, geht es in dem Folgeband »Höllenblume« erneut um eine kriminologische Herausforderung, der sich der fünfjährige Alper Kamu annehmen muss. Nach einem privaten Todesfall, den damit verbundenen organisatorischen Erledigungen und der fachgerechten Sicherstellung eines Funds an Wodka, Pornoheften, Büchern, Fotos und alten Platten, trifft Alper auf seine Freunde im Viertel und erfährt die wichtigsten Neuigkeiten aus der Nachbarschaft. Der eigentlich kriminologische Tatbestand ergibt sich für Alper Kamu dann aus dem Bericht des jungen Ümit, sein Bruder Mehmet sei tot und dem Geständnis: »Ich habe ihn umgebracht.«


Aus dem Türkischen von Monika Demirel
Deutsche Erstausgabe
ca. 260 Seiten
9,99 EUR [D]
ISBN 978-3-943562-521
ePub3
Originaltitel: Cehennem Çiçeği
Illustration: Murat Yılmaz
Umschlaggestaltung: Josephine Rank

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Art.-Nr.: 978-3-943562-521. Kategorien: , , . Stichwort: .

Auch neun Jahre nach Erscheinen des ersten Alper-Kamu-Falls »Söhne und siechende Seelen« in der Türkei ist Alper immer noch fünfjährig, befindet sich damit immer noch auf der “Höhe seiner Reife” und entwischt so auch im zweiten Buch dem menschlichen Prozess des Faulens vorerst. Er unterhält seine Leser wie eh und je mit seinem tiefgründigen Witz und schwarzem Humor, um nebenbei die Welt der Erwachsenen und das leider manchmal allzu oft bittere Leben zu erhellen und messerscharf zu erfassen. Wie es so seine Art ist, ermittelt Alper Kamu schneller als die Polizei (erlaubt), erkennt die Zusammenhänge und entblößt ein Familienkomplott.

Pressestimmen des ersten Bandes

Das ist der zweite Teil über den wundersamen fünfjährigen Alper Kamu – und er ist wieder genauso absurd komisch, traurig und unglaublich unterhaltsam wie der erste. Gehört zu meinen liebsten Krimigeschichten und ist deswegen hier bei Lesen und Lesen lassen!
Jörg Petzold, FluxFM

Giftgrün und gallig. Wer wissen möchte wie die Türkei tickt, der sollte Alper Canıgüz lauschen, beziehungsweise seinem Alter Ego, dem Höllenknirps und Satansbraten Alper Kamu.
Jochen Kienbaum, lustauflesen.de

Der Junge denkt und fühlt, was viele in der Türkei denken, aber sich nicht trauen auszusprechen. Ein Intellektueller im Untergrund quasi. Ein kluger Schachzug des Autors, dies durch ein Kind sagen zu lassen.
taz, Ebru Tasdemir

Der junge Held des psychoanalytischen, subtil gesellschaftskritischen Krimis „Söhne und siechende Seelen“, der sich selbst wahlweise als Höllenknirps, wiedergeborener Rasputin oder Peter Pan aus dem Land der Alpträume beschreibt, ist in der Türkei längst eine Kultfigur. Sein Erfinder Alper Canıgüz, 1969 in Istanbul geboren, gehört zu einer Gruppe junger türkischer Schriftsteller, die mit viel schwarzem Humor und großem literarischem Können die Verhältnisse in ihrem Land beschreibt.
tip berlin, Inga Barthels

Auszug

„Ihr wisst ja, Menschen werden geboren, sterben und werden dann groß. Was mich betraf, so erlebte ich den Frühling meines fünften Lebensjahres mit Todesfällen, die das Schicksal mir zugedacht hatte. In meiner düsteren Welt des ewigen Novembers, in der es immer Donnerstag war und die Uhr stets drei Uhr nachmittags zeigte, saß ich zusammengekauert unter dem Esstisch und blätterte in einem bebilderten Buch über die Feinheiten des Harakiri. Meine liebe Mutter war wie gewohnt damit beschäftigt, die Wäsche zu waschen, und den hereindringenden Geräuschen nach zu urteilen zerfledderten die Katzen des Viertels gerade einen frisch gefangenen Vogel. Ihr seht schon, ein Tag mit der üblichen Portion Unheil. Da klingelte es. Mit ihrem unschlagbaren Talent, wenn es darum ging, eine nahende Katastrophe zu riechen, schleuderte meine Mutter die Waschschüssel zur Seite und hatte auch schon die Tür erreicht. Es war mein Vater. Er stand einfach nur da und sagte kein Wort. Eine Weile sahen sie einander schweigend an. Und ich sah sie schweigend an.
»Nebi Abi?«, fragte meine Mutter schließlich, woraufhin mein Vater heftig zu schluchzen begann. So erfuhr ich vom Ableben meines Onkels Nebi, der nicht wenig Sympathie bei mir genoss, weil er mir bei seinen seltenen Besuchen stets die höchste im Umlauf befindliche Banknote als Taschengeld zusteckte. Wer weiß, womöglich hätte ich ihn sogar innig geliebt, hätte ich nicht, kaum dass er unsere Wohnung verlassen hatte, besagten Geldschein meiner Mutter aushändigen müssen. Ich behaupte ja schließlich nicht, dass der Mensch der Gipfel der Schöpfung ist, oder?‟

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