Fast eine Geschichte (E-Book)

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Fast eine Geschichte (E-Book)

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Der Alltag der Hauptcharaktere wird gestört durch einen Wunsch, eine plötzliche Möglichkeit zum Glück und ob die alte Tristesse zurückkehrt, bleibt unklar. Wenig glamourös, ehrlich und melancholisch schildert Eloğlu eine Türkei von 1950 bis in die 80er Jahre, die bestimmt ist von der Hoffnung der Hoffnungslosen.


Aus dem Türkischen von Ute Birgi-Knellessen
Deutsche Erstausgabe
ca. 173 Seiten
Dateiformate: ePub
ISBN 978-3943562156
Originaltitel: Istanbullu

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Enthält 19% MwSt.
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Artikelnummer: 978-3943562156 Kategorie: Schlüsselwort:

Die Erzählungen werfen kurze Schlaglichter auf eine längst vergangene Türkei und die Schattenseiten der Seelen ihrer Bewohner. Die Verlassenen, die Armen, Einsamen, die Trinker, Spieler und Träumer finden mit ihren Sehnsüchten Platz in diesem Buch – die Sehnsucht nach einem Leben, das mehr kennt als die aussichtslose Suche nach großem Glück oder Kleingeld für den Tag. In den abgelegenen Dörfern und den anonymsten Winkeln der großen Städte zeichnet Eloğlu Wege durchs Leben nach, ohne ihnen bis ans glückliche Ende zu folgen. Die Beobachtungen biegen vorher ab, brechen ab, lassen ungewisse Traurigkeit zurück und sind fast eine Geschichte.

Pressestimmen

19 Szenarien aus Istanbul, aus der Stadt also, in der Metin Eloğlu bis zu seinem Tod 1985 lebte und deren Fischerjungen auch den Stoff seiner Geschichten lieferten. Das Glück, die Liebe, Erfüllung sind nur Chimären in dieser Atmosphäre aus Melancholie, Hitze und Wehmut.
BR2, Cornelia Zetzsche

Seine sehnsuchtstrunkenen Figuren sind hier und da als erklärte Zeugen gesellschaftlicher und politischer Missstände unterwegs, kritisieren etwa den Bau von Gefängnissen statt Krankenhäusern und gründen Arbeitslosenvereinigungen.
FAZ, Astrid Kaminski

Auszug

»Hätt ich nicht meinen gesunden Menschenverstand, ich könnte glatt verrückt werden. Da haben wir schon eine ganze Zeitlang Sommer, und trotzdem macht sich ein Wetter breit wie im tiefsten Februar. Am hellen Tage eine öde mitternächtliche Dunkelheit. Ich habe das Fleisch durch das Brot dividiert, das Ergebnis: Hunger. Ich konnte kaum sagen, warum das so war, aber obwohl ich in eine warme wattierte Jacke gehüllt war, ist mir plötzlich ganz kalt geworden, so ohne dich. Als ob ich erfrieren würde. Dabei hatte ich mit dem Trinken erst begonnen, als es bereits Tag wurde. Ist ja egal, was ich da soff. Schon der erste Schluck war mir verleidet; ich suchte einen ganz anderen neuen Geschmack; etwas, das noch niemand hatte kosten können, vielleicht etwas, das an einen leicht trüben, entfernten Himmel erinnerte, den man von den Fenstern aus nicht sehen konnte.«

Leseprobe

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