Unsere erste Frankfurter Buchmesse 2012 – ein Rückblick

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Mit einer ganz großen Portion Respekt haben wir uns auf den Weg nach Frankfurt gemacht zu einer der wichtigsten Buchmessen überhaupt. Wir wussten: Es wird anstrengend, uns werden die Beine weh tun, wir werden das Tageslicht und die frische Luft vermissen. Wir wussten nicht: Das es trotz alledem so viel Spaß machen würde!

Hier ein kurzer Rückblick und unsere persönlichen Höhepunkte unserer ersten Frankfurter Buchmesse:

Dienstag, 9.10.12 – Ankunft und Aufbau in Halle 4.1, C108

77836_431220026934127_912258857_oNach einer Zwangsumquartierung aufgrund eines Buchungsfehlers (es fing schon ganz gut an und konnte nur besser werden) sind wir direkt auf das Messegelände gefahren und haben uns sehr gefreut Johannes Albert von Albert Concepts dort anzutreffen, der nicht nur die großartige Idee für unseren Stand hatte, sondern auch die Fähigkeit diese Idee umzusetzen. Und als wir da so standen und uns das so angesehen haben, hatten wir die Umquartierungsstrapazen schon längst vergessen und konnten kaum abwarten, dass es am nächsten Morgen auch schon losgeht.

Mittwoch, 10.10.12 – Es geht los…

Der Mittwoch fühlte sich ein wenig so an, wie der erste Schultag. Aufgeregt und überpünktlich machten wir uns auf den Weg, um noch überpünktlicher da zu sein, die Bücher noch mal von A nach B zu schieben, um uns dann für C zu entscheiden. Plötzlich um 10 Uhr war unser Stand vollkommen besetzt von 20 Schülern der Berufsschule für Archiv- und Bibliotheksassistenten aus Wien. Inci und ich standen nun mitten auf dem Gang, beantworteten eine ganze Menge guter Fragen und hielten einen kleinen Spontan-Vortrag. Das war wirklich spannend und hat uns sehr viel Freude bereitet. Die Ausbilder haben gestern auch gleich zwei weitere Klassen für die Leipziger Buchmesse 2013 angemeldet.

Die Zeit verging wie im Flug. Und dann gab es da noch eine Aufregung, die immer mehr und ganz leise in uns  aufstieg, denn wir wussten: Am Donnerstag erscheint ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung. Wir wussten aber nicht, was drin steht.

Donnerstag, 11.10.12 – Berlin liegt am Bosporus.

binooki-sueddeutsche-zeitung-10102012Auf der Anreise vom Hotel zur Messe haben wir einen Zeitungsladen unterwegs gefunden. Der hatte leider nur noch ein einziges Exemplar der Süddeutschen Zeitung. Im Bahnhof haben wir auch irgendwo noch ein Exemplar gefunden. Aus Platzmangel in der Bahn konnte aber nur eine Zeitung aufgeschlagen und gelesen werden. Wir haben uns sehr gefreut über den großartigen Beitrag von Tim Neshitov und kamen natürlich grinsend fast zu spät an. (War auch nicht mehr der erste Schultag).

Ganz viele Messebesucher, die auf dem Weg zur Messe die SZ gelesen haben, kamen vorbei, beglückwünschten uns, wollten uns und unsere Bücher kennen lernen. Das war so schön und am Donnerstag Abend war unsere Stimme so gut wie verschwunden.

Freitag, 12.10.12 – #berlinliestbinooki bekommt einen Preis…

… nicht nur irgendeinen Preis, sondern DEN Virenschleuderpreis 2012 für die erfolgreichste Marketing-Maßnahme im Social Web. Ich kann mich nicht mehr erinnern, was davor war an diesem Tag und eigentlich auch nicht mehr, was danach war. Ich weiß nur noch, wie ganz viele Namen auf dem Slide standen. Dann standen dort nur noch 10 Namen, die es auf die Shortlist geschafft haben. Und dann stand da nur noch ein Name, den ich nicht mal richtig sehen konnte, weil vor mir eine Frau stand und genau das verdeckte. Ich weiß nicht mehr, ob ich zuerst Leander Wattig habe “binooki” sagen hören oder ob ich doch zuerst mit einem Schritt nach links oder rechts mir die Sicht ermöglicht habe. Ich weiß nur, ich freue mich immer noch und werde diesen unglaublichen Moment nie vergessen. Das ist unser erster Preis und wird immer etwas ganz Besonderes für uns sein!

(Foto: Norsin Tancik, Quelle: virenschleuderpreis.de)

Vielen Dank auch noch mal an dieser Stelle an Leander Wattig und Carsten Raimann, dass ihr den Virenschleuder-Preis ins Leben gerufen habt und #berlinliestbinooki in diesem Jahr mit dem Preis belohnt habt. Danke auch an alle, die diese Aktion durch das Einreichen ihrer Fotos mit ganz wunderbarem und vielfältigen Leben gefüllt haben und natürlich auch an alle, die mit ihren Likes und Tweets es überhaupt ermöglicht haben, dass wir auf die Shortlist kommen.

Ich habe mich 14 Tage lang im September immer wieder gefragt, wenn morgens um 4 Uhr der Wecker klingelte: “Warum mache ich das eigentlich?” Und jeden Morgen, wenn meine Finger vor Kälte die Paketschnur, mit der der Booklets befestigt waren, nicht mehr knoten konnten, dachte ich: “Ich tue sowas nie wieder.” Andererseits weiß ich damals wie heute, uns wird wieder mitten in der Nacht eine Idee kommen und wir werden wieder etwas machen und ich werde mir wieder genau dieselben Fragen stellen und es trotzdem gerne tun. Der Virenschleuder-Preis 2012 wird morgen seinen Platz in unserem Büro finden und mich jeden Tag an all diese schönen Dinge erinnern.

Gleichzeitig möchten wir auch Hanser Literaturverlage für den verdienten Virenschleuder-Preis 2012 in der Kategorie Strategie beglückwünschen. Es war uns eine Freude mit euch den Preis entgegen zu nehmen.

Danach ging es noch auf die Hotlist-Verleihung des Preises für unabhängige Verlage, für die wir dieses Jahr zwar keine Nominierung geschafft haben, aber wir konnten mal ein wenig reinschnuppern, wie sich das so anfühlt.

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Samstag, 13.10. und Sonntag, 14.10. – Messewochenende mit breitem Grinsen

Nach dem Fachbesuchertagen wurde die Messe so richtig voll. Die Schulanfängerpünktlichkeit konnten wir aufgrund der (von uns) unerwarteten Besuchermassen gar nicht mehr halten.  Es wurde morgens immer schwerer, sich gegen die Pokemon-Trauben mit umfangreicher Kostümierung durchzusetzen, um rechtzeitig am Stand zu sein. Was wir Berliner natürlich auch nicht so ganz auf dem Schirm hatten, waren die Wochenende-Fahrpläne der Regional- und S-Bahn. Ab Hauptbahnhof gab es dann aber zum Glück zusätzliche Züge zur Messe.

Immer wieder liefen an den letzten zwei Tagen der Buchmesse Menschen bewundernd an unserem schönen Stand vorbei und sagten, wie gut ihnen diese Idee mit den Kisten gefiele und viele machten Fotos. Man kam so ins Gespräch und wir konnten neben der Bewunderung für den Stand, auch sehr viele für unsere Bücher begeistern.

Fazit unserer 1. Frankfurter Buchmesse:

Alles in Allem war es eine ganz wunderbare Messe mit einigen bekannten und vielen neuen Gesichtern, mit tollen Standnachbarn und sehr netten Gesprächen. Besonders schön war auch, dass wir einige unserer Facebook Fans und Follower persönlich kennen gelernt haben. Die Überraschung und Freude war auf beiden Seiten groß, denn man kommuniziert zwar auf digitalen Wegen intensiv miteinander, aber wenn sich dann so Face-to-Face von Leser/-in und Verlegerin gegenüber steht und sich unterhält, ist das ein wirklich besonderer Moment.
Wir haben in diesem Jahr jeden Tag etwas dazu gelernt. Und vom 10.10.-14.10.2012 haben wir jeden Tag mindestens doppelt dazu gelernt.

In diesem Sinne: “Frankfurt, es war wirklich sehr schön mit dir. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in 2013.”

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