Goethe, Schiller, Emrah Serbes… Die beste Schulstunde meines Lebens

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Die Lesung von Emrah Serbes aus „junge Verlierer“ bei uns an der Luise-Henriette Schule war ein voller Erfolg. Wir haben in der Schule nur die Geschichte „Über mir wohnt ein Terrorist“ gelesen und waren alle sehr begeistert davon. Auch unsere Lehrerin hatte viel Spaß beim Lesen. Meine Mitschüler und mich hat es besonders gefreut, im Deutschunterricht neben den kleinen gelben Heftchen, also Klassiker wie „Kabale und Liebe“ oder „Die Leiden des jungen Werther“, auch aktuelle und türkische Literatur zu lesen.

Diese Klassiker sind langweilig und vor allem schwierig zu verstehen und kaum ein Schüler liest sie tatsächlich. „Wenn man ein Buch von Schiller oder Goethe liest, will man sich am liebsten auf den Boden werfen die Ohren zuhalten und anfangen die Sprache, die in diesen Büchern verwendet wird, einfach zu vergessen.“, sagte einer meiner Mitschüler.

„junge Verlierer“ dagegen, ist einfacher zu lesen und vor allem ansprechender. Es greift aktuelle politische und gesellschaftliche Themen auf, die auch Schüler interessieren und beschäftigen. Außerdem war die Schreibweise, also die Erzählperspektive des kleinen Jungen interessant. Viele fanden es beeindruckend, dass ein erwachsener Mann sich so gut in ein Kind hineinversetzen kann und so gut darstellt, wie ein Kind die Meinung der Eltern übernimmt und mit großer Überzeugung vertritt.

emrah-serbes-schule-3Außerdem haben wir uns sehr gefreut, dass Emrah Serbes uns in der Schule besucht hat. Wir fanden ihn sehr sympathisch und es hat uns gut gefallen, dass er den Anfang von der Geschichte „Omas erster Tod“ auf Türkisch gelesen hat. Auch die Schüler, die kein Türkisch können, fanden es sehr spannend ihm zuzuhören. Er hat alle Fragen sehr freundlich beantwortet, auch als ein Türke aus meiner Klasse es sich nicht verkneifen konnte zu fragen, welchen Fußballverein er mag.

Emrah Serbes hat es mit seiner Geschichte geschafft, viele meiner Mitschüler, die sonst nie ein Buch in die Hand nehmen, zum Lesen zu bewegen und das ist, denke ich, der größte Erfolg überhaupt!

(Ein Gastbeitrag von Leyla Sünnenwold, Schülerin der Luise-Henriette-Schule Berlin)

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